Clément Layes / Public in Private

 

 

 

 

 

„In dieser Welt.”



TITLE / © Dieter HartwigTITLE / © Robin KirchnerTITLE / © Robin Kirchner

PORTRÄT

PRODUKTIONEN


Die Welt eine Kulisse, die Sprache ein Ordnungssystem, das die Beziehungen zu Mensch und Ding dominiert, die Körper eingebunden in Paradigmen, die unveränderliche Gültigkeit beanspruchen. Dass es Alternativen gibt und Möglichkeitsräume, zeigt Clément Layes seit Allege. Man muss nur ein Glas Wasser auf dem Kopf balancieren oder wie in to allege den Alltagsobjekten neue Namen geben oder wie in TITLE mit Holzkiste, Sperrholzplatte, Latten, Seilen die Welt unentwegt neu erschaffen. Man muss nur mit verwundertem Blick schauen. Das Aufbrechen von Routinen in Wahrnehmung, Sprache und Beziehungen zu allen Erscheinungsformen, ein Neuerschaffen und Neubestimmen der Bindungen, Erkenntnisformen und Ordnungen, das war seit der Gründung von Public in Private 2008 Hauptanliegen von Clément Layes. Ein Bewahren des Utopie-Potenzials auf der Basis sprach-kritischer und performance-kritischer Irritationen, die über den Bühnenraum hinaus in soziale, politische Dimensionen reichen. Performance als Balanceakte der Dinge, Körper und des Denkens, als absurd-spielerisches, mitunter ins Surreale führende Verblüffen. Und sei es, dass wie in Things that surround us ein Bein eines Stuhles zu kurz ist, drei gelassene Performer mit Kehrbesen der Ewigkeit entgegen wandern, indem sie immer neue kreis- und spiralförmige Sand-Muster in den Boden schreiben. Clément Layes will sich nun von der Ding- Welt lösen und Performance- Praktiken in den verwunderten Blick nehmen. Utopie ist möglich. Man muss nur die Freiheit, sie zu denken und zu leben, wagen.
Frank Schmid  

dreamed apparatus (2014)

TITLE (2015)

The Objects of Theater (2016)


BIOGRAFIE

MATERIAL

Clément Layes lebt und arbeitet seit 2008 als Choreograf und Performer in Berlin. Mit Jasna L. Vinovrski gründete er hier die Kompanie Public in Private. An der Schnittstelle von Choreografie, bildender Kunst und Philosophie nehmen seine Arbeiten ihren Ausgang in Beobachtungen des täglichen Lebens und von Gegenständen des Alltags. Nach Allege (2010), to allege (2011), Der grüne Stuhl (2012), Things that surround us (2012) und dreamed apparatus (2014) beschließt Layes mit dem Solo TITLE seinen Performance-Zyklus über die Dinge und die von Menschenhand gemachte Welt. Seine Arbeiten sind auf Festivals und in Spielstätten international gezeigt worden.