Sabine Glenz

 

 „Möglichkeiten und Unmöglichkeiten in unserer Relation zu dem Anderen und Fremden. Darunter verstehe ich unser Verhältnis zu der Gruppe, zur Gemeinschaft, aber auch zu umgebenden Räumen, künstlichen Objekten oder der Natur – und letztlich das Verhältnis zu uns selbst.“

Vervielfältigung / © Franz KimmelHands and Days / © Dorothee ElfringVervielfältigung / © Franz Kimmel

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Menschen in Räumen. Bewegung im Spot oder an der Kante des Lichts. Gesteigerte Präsenz und beiläufige Abwesenheit. Figurationen aus menschlichem Körper und Objekt in Bewegung wie in gespannter Stille. Blicke richten sich auf Tanzende, auf bildliche, fotografische und filmische Repräsentationen von Körpern und Formen. Distanzen variieren. Proportionen oszillieren. Umherschweifen ist erlaubt. Tanz organisiert sich wie beiläufig. Seit einiger Zeit, nach vielen Soli und Gruppenarbeiten, die von minimalistischer Konzentration geprägt sind, arbeitet die Münchner Choreografin jetzt an einer neuen künstlerischen Form, die ihre vielfältigen Erfahrungen mit Positionierungen von Körpern, Skulpturen und Bewegung im Raum bündelt. Die von Sabine Glenz 2015 begonnene choreografische Folge mit dem Titel Der Abstand der Dinge eröffnet eine mehrteilige Recherche zu begehbaren Installationen. Vervielfältigung, der erste Teil, erlaubt dem Publikum, das sich den Raum – nicht nur einen, sondern zwei Räume – mit den Performerinnen und Performern teilt, für sich zu bleiben und in einem Buch zu blättern, ostentativ dem Live-Musiker zuzuhören, den Tanzenden zu folgen, die Objekte zu umkreisen, zu berühren, oder einfach abzuwarten, was passiert, abzuwägen, was passieren könnte.
Katja Schneider

Hands and Days (2014)

Very Natural Adaption (2014)

Der Abstand der Dinge – 1. Vervielfältigung (2015)

BIOGRAFIE

MATERIAL

Sabine Glenz entwickelt seit 2004 abendfüllende Soli, Duette und Gruppenstücke, die auf Festivals, u. a. RODEO München, Rencontres Essonne Danse und Les Repérages in Frankreich, Tanzwerkstatt Europa, DANCE und im Tanzquartier Wien präsentiert werden. 2012 erhielt sie den Förderpreis Tanz der Landeshauptstadt München. 2015 begann sie ihre choreografische Folge Der Abstand der Dinge. Vervielfältigung (2015) ist der erste Teil der Trilogie begehbarer Installationen, es folgen 2016 Isolation und 2017 Ordnung. Den Inhalten ihrer Arbeiten, wie Anwesenheit und Abwesenheit körperlicher Präsenz und die eigene Positionierung in Räumen, Situationen, Gruppierungen, begegnet sie mit der Sprache des Körpers. Ihre Arbeit selbst konfrontiert sie mit visuellen Kunstformen wie Fotografie, Film, Malerei.