Jenny Beyer

 

„Von OFFENE STUDIOS als Teil des Probenprozesses begleitet, lenke ich in meiner aktuellen Trilogie den Blick auf das gemeinsame Sein und die fragilen Verbindungen zwischen Distanz und Intimität, die Zuschauende und Tanzende im Theaterraum eingehen.“

 

 

LIEBE / © Thies RaetzkeDUETT / © Thies RaetzkeLIEBE / © Thies Raetzke

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

„Ich möchte dich gerne zu mir ins Studio einladen“ – mit diesem Angebot auf einer schlichten Postkarte öffnet Jenny Beyer regelmäßig die Tür zu OFFENE STUDIOS, die wichtiger Teil des Probenprozesses zu ihrer seit Herbst 2014 entstehenden Trilogie zum Verhältnis von Tanz und Publikum sind. Ihre künstlerische Arbeit ist konsequent dialogisch angelegt und nimmt den Zuschauer als Partner ernst. Zugleich stehen ihre Choreografien im intensiven Austausch mit anderen Kunstformen wie bildender Kunst oder Musik: Drei Klavierstücke von Frédéric Chopin sind im 2014 uraufgeführten Duett Dialog- partner für drei Soli, die die unterschiedliche Körperlichkeit und tänzerische Prägung der drei Tanzenden großartig zur Geltung bringen und die Beziehung von Musik und Tanz individuell ausloten. Jenny Beyers choreografisch präzise Stücke bewegen und berühren durch den Mut zur Nähe, zur Verletzlichkeit, zur Emotion und zum Tanzen. Dadurch entsteht – über die Aufführung hinaus und vertieft durch die OFFENEN STUDIOS – eine enge Verbindung zwischen Tanzenden und Zuschauenden. LIEBE, erstes Stück der Trilogie, schafft auf Grundlage dieser Erfahrungen einen flexiblen Raum, in dem intensiv und behutsam körperliche Nähe zwischen Tanzenden und Zuschauenden erprobt wird. Ihr aktuelles Stück, GLAS, hatte im Februar 2016 Premiere und lädt erneut zum Dialog, indem es nach der individuellen Rezeption von Tanz fragt. Ihre künstlerische Arbeit hat die besondere Kraft, Menschen in den choreografischen Prozess einzubinden und für zeitgenössischen Tanz zu begeistern.
Kerstin Evert

Duett (2014)

LIEBE (2015)

GLAS (2016)

BIOGRAFIE

MATERIAL

Jenny Beyer studierte an der Ballettschule des Hamburg Balletts und der Rotterdamse Dansacademie. 2007 war sie Residenzchoreografin bei K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg. Ihre Arbeiten touren international und wurden u. a. beim Spring Dance Festival in Utrecht und dem Festival ImPulsTanz in Wien gezeigt. Sie ist Mitbegründerin der Künstlerinitiative Sweet & Tender Collaborations. Ihr aktuelles Stück, GLAS, ist der zweite Teil einer Trilogie, die die Erfahrbarkeit von Tanz mit Publikum erprobt, gefördert durch die dreijährige Konzeptionsförderung der Stadt Hamburg.