Fabrice Mazliah / MAMAZA

 


„Durch unsere kollaborative Arbeit erzeugen wir einen choreografischen Raum, der die bestehende Spannung zwischen der visuellen Darstellung und dem körperlichen Gefühl, das diese bei den Zuschauenden erzeugt, untersucht – oder besser gesagt die Spannung zwischen der körperlichen Darstellung und dem visuellen Gefühl.“

Telling Stories / © Fabrice MazliahASINGELINE / © MAMAZAIn Act and Thought / © Fabrice Mazliah

PORTRÄT

PRODUKTIONEN


Ioannis Mandafounis, Fabrice Mazliah und May Zarhy lernen sich 2005 in Frankfurt am Main im Umfeld der Forsythe Company kennen. MAMAZA, so nennen sie sich bald, begreifen ihr Kollektiv von Anfang an als offene Plattform und arbeiten daher in unterschiedlichsten Konstellationen, aber auch in unterschiedlichsten Medien – von Choreografien für sich selbst und andere bis hin zu performativen Installationen. Konsequent laborieren MAMAZA an der Verstörung eingeübter Erwartungen an das, was Körper auf der Bühne zu tun haben. Die ständige Irritation der Perspektive des Publikums – aber auch ihrer eigenen künstlerischen Praxis – erscheint dabei als ihr zentrales Werkzeug, das mittlerweile Anwendung in diversen künstlerischen Kontexten findet, zuletzt etwa in Choreografien Fabrice Mazliahs für ehemalige Mitglieder der Forsythe Company oder das MichaelDouglas Kollektiv, Ioannis Mandafounis’ Kollaboration mit Laurent Chétouane und May Zarhys Zusammenarbeit mit dem israelischen Musiker Michael Oppenheim für das Tel Aviv Museum. So besteht die Gemeinsamkeit der Arbeiten dieses Künstlerkollektivs am ehesten in der radikalen Offenheit, in der Akteurinnen und Akteure, Publikum, Sprache, Sound und Bewegung in immer neue, fließende Beziehungen gebracht werden. Deren Sinn ist nicht Perfektion, sondern die Erschütterung hergebrachter ästhetischer Konzepte. Eine Erschütterung allerdings, die sich nie selbst genügt, sondern Keimzelle der Hervorbringung neuartiger theatraler Ausdrucksformen ist.
Christian Koch 

Garden State (2014)

In Act and Thought (2015)
Fabrice Mazliah & The Forsythe Company

Telling Stories (2015)
Fabrice Mazliah / MAMAZA & MichaelDouglas Kollektiv

New Creation (title tba) (2016)
creation for La Manufacture

New Creation (title tba) (2016)
creation for P.A.R.T.S.

 

 

BIOGRAPHY

MATERIALIEN

Fabrice Mazliah, geboren in Genf, war nach seinem Studium in Genf, Athen und Lausanne Mitglied des Nederlands Dans Theater, des Ballett Frankfurt und der The Forsythe Company, für die er zahlreiche Arbeiten entwickelt hat.

May Zarhy kreierte ihre ersten Stücke in ihrem Geburtsort Tel Aviv, bevor sie an der Rotterdamse Dansacademie studierte. Sie assistierte William Forsythe und war Mitglied des von Mathilde Monnier und Xavier Le Roy geleiteten Projekts e.x.e.r.ce 07. Als Choreografin und Performerin entwickelt sie eigene Stücke in Deutschland und Israel.

Das Kollektiv MAMAZA war 2011 Artistes Associés bei deSingel und danach im Rahmen des Doppelpassprogramms der Kulturstiftung des Bundes mit dem Künstlerhaus Mousonturm verbunden. MAMAZA tourt international mit Performances und Installationen und gibt Workshops zum Thema Choreografie, Improvisation und Forschung.