Alexandra Waierstall

 

 


„Ich möchte den Blick vom Gewöhnlichen und Alltäglichen ablenken und ihn auf das Imaginäre richten, auf das, was daneben, darüber und darunter ist, traumhaft und doch praktisch, fundiert und verborgen.“

A CITY SEEKING ITS BODIES / © Christian HerrmannA CITY SEEKING ITS BODIES / © Christian HerrmannA CITY SEEKING ITS BODIES / © Christian Herrmann

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Mit Crossing Borders, inspiriert von ihrer geteilten Heimatstadt Nikosia auf Zypern, stellte sich Alexandra Waierstall 2007 an ihrem neuen Wohnsitz Düsseldorf vor. In ihrem neuesten Werk, A CITY SEEKING ITS BODIES, scheint etwas davon durch und auch von dem Weg, den sie mit den folgenden Arbeiten gegangen ist, auf ihre eigene, ruhige Art, ihrem Metier vertrauend. Diese Choreografien reichen eine verfeinerte Aufmerksamkeit an die Zuschauenden weiter: ein Verändern zu bemerken an Farben, Formen, Räumen, Perspektiven, Menschen und den Beziehungen zwischen allem. Dabei löst die Künstlerin den Blick von dem, was da ist, auf etwas daneben, dazwischen und außerhalb, imaginär und doch real wie Wind oder Wolken, die Strömung des Wassers, die Zeit, der Glanz. Auf etwas, das früher an einem Ort war, oder etwas, das später dort sein wird, so wie man sich selbst in Kindern oder Eltern widerspiegelt. Es ist ein Spiel mit Distanzen, mit großen Entfernungen auf kleinstem Raum, ein Verschieben, ein Ineinanderschichten, ein Erinnern oder Überqueren. A CITY SEEKING ITS BODIES folgt zunächst einer Strömung, es ist der Kamerablick von Marianna Christofides vom Fluss aus auf ein Ufer. Wieder eine Grenze. Die Stadt, die ihre Körper sucht, ist eine Welt der Übergänge, des Strandens, des Hinein und Hinaus, des Verwurzelns und des Ausreißens, des Mittreibens und des Widerstehens, der Hektik und des Schwebens. Die sechs Tänzerinnen und Tänzer erinnern dabei an Steine, Gewächse, Tiere, an mechanische Teilchen oder an Menschen, die ihre Stadt suchen, immer dort, wo sie nicht sind.
Melanie Suchy 

MATTER OF AGES (2014)

A CITY SEEKING ITS BODIES (2015)

And here we meet (working title) (2016)
a duet for Dani Brown & Evangelia Randou John Cage

Sixteen Dances (1950-51) (2016)
Ensemble Musikfabrik & Alexandra WaierstallNew work with

HAUSCHKA (2016)

 

 

BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Alexandra Waierstall, in England geboren, auf Zypern aufgewachsen und seit 2004 in Düsseldorf lebend, ist Choreografin und Künstlerin. Ihre konzeptuell-physisch geprägten Arbeiten äußern sich in Choreografien, Installationen, Klängen und Texten. Von 2014 bis 2016 ist sie am tanzhaus nrw eine von drei Artists-in-Residence, sogenannte Factory Artists. Zuletzt wurde Alexandra Waierstall mit dem Förderpreis der Darstellenden Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf für das Jahr 2013 prämiert. Im Jahre 2012 war sie Finalistin der Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative. Ihre choreografischen Werke wurden ausgewählt und unterstützt von Netzwerken wie Aerowaves, modul-dance, IDEE – Initiatives in Dance through European Exchange sowie Chin-A-moves und in Europa, Kanada, Brasilien, Südkorea und China gezeigt.