Ian Kaler

 

 

„Ich verstehe meine Arbeit als eine physische und kreative Praxis, die sich kritisch mit Repräsentation, gesellschaftlichen Normen und Bildpolitiken auseinandersetzt und dazu beiträgt, neue Vorstellungen und Perspektiven im zeitgenössischen Tanz und darüber hinaus zu schaffen.“

o.T.(gateways to movement) / © Eva Würdingero.T.(gateways to movement) / © Eva Würdingero.T.(gateways to movement) / © Eva Würdinger

PORTRÄT

PRODUKTIONEN

Der soziale Körper mit seinen Schichtungen und Oberflächen ist für Ian Kaler ein Mittel zur Reflexion gesellschaftlicher Komplexität. Aus den Intensitäten der Physis generiert er Bewegungsmuster zwischen Kunst und Kulturen des Alltags: Tanz und Club, Raum und Repräsentation, Verschränkungen des Geschlechts und Politiken der Repräsentation gehören zu Kalers maßgeblichen Parametern. Nach seiner Ausbildung – u. a. an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und am Berliner HZT – überzeugt der in Wien geborene Choreograf seit 2010 mit einer klaren zeitgenössischen Perspektive. Diese machte bereits sein erstes Solo Save a horse ride a cowboy zum Geheimtipp: eine gezielte Zerlegung des Cowboy-Mythos mit Methoden der Queer Theory. Zugleich stellte er Untitled Stills vor, den Auftakt seiner Serie Insignificant Others, deren Glanzstück wohl das Trio (learning to look sideways) wurde. In Philipp Gehmachers at arm’s length und in their name war Kaler ein Performer mit markanter Präsenz. Diese setzte sich in eigenen Werken fort. Etwa bei dem Solo On Orientations | one place after, in seiner Genauigkeit und Eigenständigkeit ein markantes Statement. Ab da erweiterte Kaler sein Spektrum in Gruppenstücken wie On Orientations | Untimely Encounters und der Reihe Contingencies. Zur Zeit entwickelt er den Zyklus o.T.: nach dem Solo (the emotionality of the jaw) nun mit dem Duo (gateways to movement).
Helmut Ploebst 

 

 

Reihe Contingencies (2014)

o.T. | (gateways to movement) (2015)
 
o.T. | (the emotionality of the jaw) (2015)

o.T. | (Incipient Futures) (2016)

BIOGRAFIE

MATERIALIEN

Ian Kaler studierte Transmediale Kunst in Wien und absolvierte den Pilotstudiengang Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT). Seit 2010 entwickelt er im Austausch mit unterschiedlichen Künstler_innen Stücke in choreografischen Reihen, die von Arbeiten in (visuellen) Medien begleitet werden. Derzeit arbeitet Ian Kaler an der Reihe o.T., die in vier Teilen konzipiert ist. Die Premiere von (the emotionality of the jaw), dem ersten Stück der Reihe, fand im Februar 2015 im Tanzquartier Wien statt. Auf den zweiten Teil (gateways to movement) folgt im Herbst 2016 (Incipient Futures). Der abschließende vierte Teil der Reihe, ein Gruppenstück, ist für 2017 geplant.